https://blog.kovah.de/de/datenschutzproblematik-i/ Ein Artikel über falsche Herangehensweisen bei der Aufklärung von Nutzern über Datenschutz und Datensicherheit. Kevin Woblick

Datenschutzproblematik I

Als ich vor einigen Tagen den Infothread einer Moderatorin zum Thema Datenschutz gelesen habe hätte ich einfach nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen können. Nicht, das ich etwas gegen die Meinungen und Vorsichtsmaßnahmen der Leitung einer Online-Community hätte, aber in einer Feedback-Mail an die besagte Moderatorin verkündete ich meine Haltung zum Thema.

Hauptbestandteil der Information des Threads war, dass Google auch Zugriff auf die einzelnen Profile habe und wie man sich dagegen schützen könne. Vorrangig ging es dabei um Bilder und persönliche Informationen, die man von Google aus ohne Probleme finden könnte.

Doch das ist meiner Meinung nach eine falsche Herangehensweise, die von ziemlich allen Online-Communitys und allgemein den Medien genutzt wird, um User zu “schützen” und sich gegen Datenschützer zu wehren. Denn man macht ja was - allerdings das falsche. Generell wird versucht die User mit einer Fülle an Einstellmöglichkeiten zu überhäufen, damit diese ihre persönlichen Daten schützen können. Doch wo genau liegt hier das Problem? Sind es die Communitys, die die Daten schützen müssen oder sollte sich der User an seine eigene Nase fassen? Fakt ist und bleibt nach wie vor: wer seine sensiblen Daten preisgibt, der läuft automatisch Gefahr das diese von anderen Personen eingesehen werden können.

Nun Frage ich mich: wäre es nicht viel sinnvoller, die User über ihr eigenes Verhalten aufzuklären und ihnen bewusst zu machen, das sie - die User - es selber sind die überhaupt erst der Auslöser der ganzen Problematik sind? Fakt ist auch, dass User Bilder von sich z.B. auf Partys mit Alkohol in der Hand oder auch halb-nackt-Bilder auf ihren Profilen veröffentlichen und sich dann beschweren, dass sie diese Bilder nicht schützen können. Wo liegt da der Sinn? Warum lädt diese Person dann überhaupt die Bilder hoch? Und genau auf diese Frage haben die meisten keine Antwort und treiben damit die (überflüssige) Diskussion an. Es sollte viel mehr das Ziel sein den User zu informieren, aufzuklären über sein Verhalten, damit er nicht für ihn sensible Daten preisgibt. Der User selber ist der Auslöser. Würde sich jeder einen Kopf um seine Daten machen würde es keine Probleme geben. Eigentlich. Wenn die Menschen nachdenken würden…

Ausnahme bildet an dieser Stelle ganz besonders Facebook, dazu später aber mehr.

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