Wer kennt das nicht? Man sitzt Abends vor dem PC (oder Mac), liest eMails, stöbert im Internet. Ab und zu kommen Nachrichten von Freunden und Bekannten, die gleich beantwortet werden. Der Schreibtisch ist unordentlich, die Ablage füllt sich immer mehr mit Dokumenten und Notizzetteln. Das Gefühl der Unordnung und des Chaos macht sich breit und man fühlt sich schnell sehr unwohl. Man hat den ganzen Tag zu Hause verbracht, fühlt sich schlapp und doch weiß man nicht, was man überhaupt gemacht hat. Die Aufgaben, die hätten erledigt werden sollen, liegen nach wie vor auf dem Schreibtisch, dafür hat man jetzt ein kleines Programm mehr auf dem PC (ja okay, oder Mac), das man zufällig beim sinnlosen Stöbern im Internet gefunden hat. Halt. Stöbern?

Wo die Zeit bleibt

Ich selber bin viel im Internet unterwegs, in der Regel aber nicht, um mit Freunden zu chatten oder auf YouTube Videos zu gucken. Das Internet ist mein Arbeitsplatz und Hobbyraum. Und doch verbringe ich wahrscheinlich mehr Zeit mit Sachen, die mich ablenken und beim Workflow stören. Ganz schlimm ist die ständige Verfügbarkeit des Netzes. Man ist gerade auf der Suche nach einer bestimmten Funktion oder muss nach einem bestimmten Syntax für ein Problem suchen und landet plötzlich auf irgendwelchen Seiten, die nichts mit dem Problem zu tun haben. Bei mir kommt das vor allem durch kleine Funken, kleine Ideen, die ich während der Suche habe. „Ach ja, das könnte ich jetzt gut gebrauchen.“ „Oh, da fällt mir ein, ich habe doch letztens xy gesucht, vielleicht könnte ich das dort finden.“ Traurig aber wahr, diese kleinen Ablenkungen beeinflussen das Arbeiten enorm. Doch was ebenfalls gefährlich ist, ist die falsche Aufgabenplanung beziehungsweise die Zeitplanung. Hier liegt auch bei mir einiges im Argen.

Die letzten Tage als Experiment

Die letzten Tage habe ich mich selber immer wieder dabei erwischt, wie ich unaufmerksam oder abgelenkt war. Ich habe mir daher Aufgabenlisten geschrieben mit Sachen, die ich erledigen muss beziehungsweise möchte. Zusätzlich habe ich die Aufgaben mit einer Einschätzung zur benötigten Zeit versehen, um den Tag besser planen zu können. Wichtige, gewinnbringende und kurze aufgaben werden gleich erledigt. Aufgaben die sich lange hinauszögern und dem Ergebnis nur schwerfällig entgegen kommen, werden in der Priorität heruntergestuft. aber trotzdem hat es nicht geklappt. Der kleine Zettel mit lauter Buchstaben und Zahlen hat mir nur wenig geholfen, meine Arbeit gradlinig und konzentriert zu verfolgen. Da ich ein großer Verfechter von Managementsoftware bin und gerne neue Programme erforsche, habe ich mir für heute ein großes Ziel gesetzt und einige kleinere Aufgaben heruntergestuft: das Suchen einer optimalen Managementlösung für Workflow, Aufgabenverwaltung und Zeitplanung. Da sich das als außerordentlich schwierig erweisen wird, kann ich erst später berichten und Erfahrungen teilen.